Wallstein Verlag
Bücher

erweiterte Suche
Neuerscheinungen Literatur
Neuerscheinungen
Belletristik
Editionen
Sudelblätter
Geschichte
Philosophie
Literaturwissenschaft
Kulturwissenschaften
Achtzehntes Jahrhundert
Judentum/Antisemitismus
Gesamtverzeichnis
Vorschau Herbst 2010
E-Book
Warenkorb
Ihr Warenkorb ist leer
Bestellinfos
Verlagskatalog bestellen 
AGB 
Newsletter
Newsletter bestellen
Newsletter anzeigen

Tödliche Medizin

Rassenwahn im Nationalsozialismus
Tödliche Medizin


Herausgegeben vom Jüdischen Museum Berlin
€ 16,90 (D)
€ 17,40 (A)
CHF 28,50
alle Preise inkl. MwSt,
zzgl. Versandkosten
lieferbar ab 03/2009
136 Seiten mit 49 farb. Abbildungen
Einband: broschiert
Format: 18 x 22 cm
ISBN: 978-3-8353-0468-0
KurztextAutorbiographie
Begleitbuch zur Ausstellung »Tödliche Medizin« im Jüdischen Museum Berlin
(März - Juli 2009).

Über 200.000 behinderte und psychisch kranke Menschen wurden von 1933 bis 1945 in Deutschland ermordet, 400.000 Männer und Frauen zwangs sterilisiert, zahllose Patienten für medizinische Versuche missbraucht und getötet.
Beginnend mit einem Essay zur Rassenhygiene als Leitwissenschaft des NS-Regimes, befasst sich das Begleitbuch mit der Zwangssterilisation, den »Kinderfachabteilungen«, der »Aktion T4« - dem massenhaften Krankenmord, der als Vorlauf für den Genozid an den europäischen Juden gilt - sowie mit dem dezentralen Krankenmord im späten Verlauf des Krieges.
Anhand erst jüngst aufgefundener Dokumente, Briefe und Fotos werden zudem die Schicksale von Familien erzählt, deren Kinder Opfer der NS »Euthanasie« wurden, sowie von Menschen, die sich gegen die Sterilisation nicht wehren konnten.
Betrachtet wird auch das Leben der Täter: Jener Ärzte, Pfleger und Helfer, die Teil eines Systems waren, das Morde zu legitimieren suchte - und die ihren Berufen zum großen Teil auch nach Kriegsende nachgehen konnten.

Link: Jüdisches Museum Berlin


Inhaltsverzeichnis

Cilly Kugelmann, Margret Kampmeyer
Einleitung

Hans-Walter Schmuhl
Das »Dritte Reich« als biopolitische Entwicklungsdiktatur. Zur inneren Logik der nationalsozialistischen Genozidpolitik

Ulrich Müller
Zu den Lebensgeschichten der »Euthanasie«-Opfer

Gerrit Hohendorf
Adelheid B. »wiederholt fast beständig eine eigentümliche Folge von Tönen.«

Christine Dewitz
Sebastian N. »hofft auf seine baldige Entlassung«

Susanne Doetz
Zwangssterilisierung. Das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses und seine praktische Anwendung

Stephanie Schmitt
August M. »Mit einer weiteren Besserung rechnen wir ( ) immer noch.«

Philipp Rauh
Karl E. »Todesursache: Allgemeine Entkräftung«

Gerhard Baader
Die Aktion T 4. Der Gasmord an Psychiatriepatienten in den Jahren 1940 und 1941

Sascha Topp /Jan Lekschas
Ilsze Lekschas »Aber ich habe Kirchenlieder gesungen und gelacht.«

Maike Rotzoll
Ernst Bernhardt »Erregungen wechseln mit Halusionen«

Thomas Beddies
Die Tötung »lebensunwerter« Kinder im Nationalsozialismus. Die “Kinderfachabteilungen«

Maike Rotzoll
Anita A. »Das einzige, womit man sie erreicht, ist Singen.«

Annette Hinz-Wessels
Hilde G. »hat sich bei der sorgfältigen Pflege der Mutter ganz gut entwickelt«

Petra Fuchs
Irmgard R. »Tante[,] naß, nicht schimpfen, ich krank.«

Wolfgang Rose
Der dezentrale Krankenmord. »Euthanasie« durch Medikamente und Nahrungsentzug

Annette Hinz-Wessels
Hans Heinze. Psychiater und Aktivist der nationalsozialistischen »Euthanasie«

Ute Hoffmann
»Wir haben nur unsere Pflicht getan«. Täter und Täterinnen in den Gasmordanstalten der »Euthanasie«
created by PROPECO net solutions