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Hugo Ball

Michael Bakunin

Ein Brevier
Michael Bakunin


Herausgegeben von Hans Burkhard Schlichting unter Mitarbeit von Gisela Erbslöh
Reihentitel: Hugo Ball: Sämtliche Werke und Briefe (Hg. von der Hugo-Ball-Gesellschaft, Pirmasens) Bd. 4, Veröffentlichungen der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt Bd. 86
Bandnummer: 04 / DA 86
€ 39,00 (D)
€ 40,10 (A)
CHF 55,90
alle Preise inkl. MwSt,
zzgl. Versandkosten
lieferbar ab 02/2010
579 Seiten
Einband: Leinen, Schutzumschlag
Format: 14 x 23 cm
ISBN: 978-3-89244-778-8
KurztextPressestimmenAutorbiographie
Das umfangreichste unveröffentlichte Werk Hugo Balls - neunzig Jahre nach seiner Projektierung erstmals publiziert.

Angesichts des Weltkrieges war es für Hugo Ball eine Sache des publizistischen Gewissens, seine Zeitgenossen mit Denkansätzen zu konfrontieren, die frei von Chauvinismus waren. Da er die militante Staatsvergottung als Ursache der europäischen Katastrophe begriff, suchte er nach unabhängigen Gegenkräften. Neben Nietzsche wurde für ihn dabei der russische Revolutionär Bakunin (1814-1876) zur Schlüsselfigur.
Bakunins abenteuerliches Leben war damals bestenfalls Legende; kenntnislose Vorurteile und Vorverurteilungen standen einer unvoreingenommenen Aufnahme seiner Schriften entgegen.
Als Ball sich 1915 daranmachte, den Klassiker des libertären Denkens für breitere Leserkreise zu erschließen, waren Bakunins Werke im deutschen Sprachraum erst in geringem Umfang zugänglich. Entgegen den Tendenzen der biographischen Mode seiner Zeit insistiert Ball auf der Wirkung des Authentischen: Er schildert nicht, sondern montiert ausgewiesene Dokumente. Vieles war aus entlegenen Quellen zu sammeln und erstmals zu übersetzen. Die Bakunin-Studien begleiteten Balls dadaistisches Engagement, wurden zum Fundus seiner »Kritik der deutschen Intelligenz« und rückten diese in ein neues Licht, als Ball auf den Bakunin-Kritiker Carl Schmitt traf.
Das Bakunin-Brevier blieb Fragment, da sich nach anfänglichem Publikationsinteresse von René Schickele und Erich Reiss kein Verleger fand. Unter Balls unveröffentlichten Werken ist das Brevier das umfangreichste. Neunzig Jahre nach seiner Projektierung kann es nun erstmals erscheinen.

Eine Veröffentlichung der: Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt
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