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Vorlesungen zur Naturlehre. Lichtenbergs annotiertes Handexemplar der vierten Auflage von Johann Christian Polykarp Erxleben: »Anfangsgründe der Naturlehre« Georg Christoph Lichtenberg

Vorlesungen zur Naturlehre. Lichtenbergs annotiertes Handexemplar der vierten Auflage von Johann Christian Polykarp Erxleben: »Anfangsgründe der Naturlehre«

Hg. von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, bearbeitet von Wiard Hinrichs, Albert Krayer, Horst Zehe
Reihe: Gesammelte Schriften. Historisch-kritische und kommentierte Ausgabe (hg. von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und der Technischen Universität Darmstadt)
Band 1

€ 98,00 (D) | € 100,80 (A)

1133 S., zahlreiche Abb., Leinen, Schutzumschlag, Lesebändchen, Schuber
Format: 15,5 x 23
ISBN 978-3-89244-891-4

Inhalt

Zwischen Geistesblitz und Gelehrtenroutine versammeln die »Vorlesungen zur Naturlehre«, was an Aufzeichnungen Lichtenbergs im Zusammenhang mit seiner Göttinger Lehrtätigkeit bis dato unveröffentlicht geblieben ist.

Der Band bietet mit dem Nachdruck von Erxlebens »Anfangsgründe der Naturlehre« einerseits den Ausgangspunkt und Leitfaden für Lichtenbergs Vorlesungstätigkeit. Zum anderen erlaubt er durch den parallelen Abdruck von Lichtenbergs zahlreichen Randbemerkungen einen lebendigen Eindruck von Lichtenbergs Verwendung des Buches in den Vorlesungen und bei der Fortschreibung des Werkes seines früh verstorbenen Freundes. Von den drei erhaltenen Exemplaren aus Lichtenbergs Besitz enthält das der vierten Auflage von 1787 die weitaus meisten Marginalien und steht daher im Mittelpunkt dieser Ausgabe. Lichtenbergs weitere Bearbeitung des Erxleben beleuchten die beigegebenen Vorreden zur fünften bzw. sechsten Auflage sowie die Randbemerkungen zur letzteren. Ein ausführliches Verzeichnis der in den Marginalien oft nur sehr verkürzt angegebenen Literatur dokumentiert Lichtenbergs Rezeption der aktuellen Veröffentlichungen in seinem Fach, das er selbst vor seinen Studenten als in einem »reissenden Fortgang« begriffen charakterisierte.
»Man sehe, wie wunderlich die Physik sich unter des klugen und thätigen Lichtenbergs Händen auf Erxlebens schmalem Grunde aufhäuft«, schrieb Goethe am 31. März 1819 an Bernhard August v. Lindenau.