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Die zweite Frau Günter Kunert

Die zweite Frau

Roman


€ 20,00 (D) | € 20,60 (A)

204 S., geb., Schutzumschlag
Format: 12,0 x 20,0
ISBN 978-3-8353-3440-3

Inhalt

Ein Roman, geschrieben vor 45 Jahren - in der DDR »absolut undruckbar«, wusste Kunert und versteckte ihn im Archiv. Nun wiedergefunden, wird er endlich veröffentlicht.

In einer Truhe fand Günter Kunert unlängst ein Manuskript, das er vor fast fünfundvierzig Jahren geschrieben hat - einen Roman, so frech, brisant und »politisch unmöglich«, dass Kunert, der damals noch in der DDR lebte, ihn gar nicht erst einem Verlag vorlegte. »Absolut undruckbar«, wusste er und vergrub das Manuskript so tief in seinem Archiv, dass er selbst es vollkommen vergaß und erst jetzt durch Zufall wiederfand.
Kunert ist berühmt für seine skeptischen Gedichte, die vor ökologischen Katastrophen und Fehlentwicklungen warnen, für seine Miniaturen und kurzen Prosatexte, Notate, Hörspiele, Filme; als Romanautor kennt man ihn eher nicht. Und hier ist nun ein Roman, funkelnd und frisch, geschrieben zur Hälfte des Lebens: Der männliche Protagonist sucht nach einem Geschenk zum vierzigsten Geburtstag seiner Frau; die Auswahl in den Geschäften ist ebenso entmutigend wie seine Einfallslosigkeit, schließlich tauscht er Mark der DDR in Westgeld, um im Intershop einzukaufen, und macht dort unbedachte Bemerkungen. So nimmt eine Tragikomödie um Montaigne, Missverständnisse und Stasi-Tumbheit ihren Lauf.

Leseprobe

Pressestimmen

»ein sprachlich, total faszinierendes Buch – elegant, geschmeidig, witzig«
(Kirsten Voigt, SWR2 Lesenswert, 05.02.2019)

»Es ist grotesk, es ist bitter und es ist vertraut. (...) Und zeitgemäß ist es auch.«
(Janina Fleischer, Leipziger Volkszeitung, 05.02.2019)

»Das in der Truhe verwahrte Manuskript erweist sich als ein kunstvoll gebauter Roman, frei von Verletzungen, die ein Zahn der Zeit hineingeknabbert hätte.«
(Cornelia Geißler, Berliner Zeitung, 06.02.2019)

»Dieser Roman ist ein intensives Zeitzeugnis der vergangenen DDR-Realität gleich auf mehreren Ebenen.«
(Matthias Hoenig, dpa, 12.02.2019)

»gewitzt und unterhaltsam«
(Christian Eger, Mitteldeutsche Zeitung, 13.02.2019)

»ein funkelndes Stück Literatur«
(Elke Schlinsog, Deutschlandfunk Kultur »Buchkritik«, 14.02.2019)

»ein starkes Buch, wirklich komisch. (...) sehr, sehr böse und bissig geschrieben«
(Sigrid Hoff, rbb Kulturradio, 15.02.2019)