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Schermanns Augen Steffen Mensching

Schermanns Augen

Roman


€ 28,00 (D) | € 28,80 (A)

820 S., geb., Schutzumschlag
ISBN 978-3-8353-3338-3

Inhalt

Ein Gulag-Roman mit deutschen und österreichischen Protagonisten. Eine Rückschau ins Wien der zwanziger Jahre. Ein Roman, der ins Zentrum des 20. Jahrhunderts führt.

Eben noch war Rafael Schermann in der Wiener Caféhaus-Szene ein bunter Hund, bekannt mit Gott und der Welt von Adolf Loos, Oskar Kokoschka, Magnus Hirschfeld bis zu Else Lasker-Schüler, Herwarth Walden, Ehrenstein, Döblin, Bruckner, Eisenstein, Stanislawski, Piscator… Selbst der scharfzüngige Karl Kraus erhoffte sich von Schermanns graphologischer Begabung beim Deuten von Briefhandschriften entscheidende Hilfe in seinem Liebeswerben um Sidonie Nádherný…
Und jetzt landet dieser schillernde Mann völlig abgerissen und todkrank als Gefangener am Ende der Welt, hundertfünfzig Kilometer östlich von Kotlas an der Bahntrasse nach Workuta im Lager Artek. Sofort zieht einer, der aus Handschriften Vorhersagen ableiten kann, außerordentliches Interesse auf sich, ob nun das des Lagerkommandanten (selbst
der kann nicht sicher sein, ob er morgen Chef eines größeren Lagers sein oder man ihn erschießen wird) oder das seiner Mitgefangenen, »achthundert Männer, zweihundert Frauen. Eine echte sowjetische Großfamilie… jeder weiß alles vom anderen und wünscht ihm die Krätze an den Hals.« Und dann behauptet Schermann noch, kein Russisch zu können, und beansprucht einen Übersetzer. Steffen Mensching stellt ihm den jungen deutschen Kommunisten Otto Haferkorn an die Seite. Das ungleiche Paar, mal Herr und Knecht, mal Don Quijote und Sancho Pansa, kämpft ums Überleben unter brutalen, absurden Verhältnissen im mörderischen Räderwerk des zwanzigsten Jahrhunderts.
Zwölf Jahre hat Steffen Mensching an seinem opus magnum gearbeitet, es ist ein großer Wurf geworden.

Plakat in A4 zu Werbezwecken
Leseprobe als Download

Pressestimmen

»von einer Sprach- und Beschreibungsdichte, die man seit der „Ästhetik des Widerstands“ von Peter Weiss in der deutschsprachigen Belletristik nicht mehr gesehen hat«
(Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.08.2018)

»Ich stehe fassungslos vor dieser Leistung. (…) diese Fülle zu entdecken, aufzufinden und dann dieses riesige Wissen zu organisieren, das dann ein richtiger, ein wundervoller Roman wird – alle Preise der Welt gebühren dem Autor.«
Christoph Hein, Autor

»So gelingt es dem Text ein kulturell-politisches Sittenbild der Zeit zwischen den Kriegen zu zeichnen. Ein wunderbarer Roman.«
(Hans-Michael Marten, MDR »artour«, 11.10.2018)

»Dem Leser steht eine faszinierende Lektüre bevor.«
(Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.07.2018)

»Mensching (triumphiert) als Erzähler«
(Christoph Dieckmann, Die ZEIT, 10.01.19)

»ein erstaunliches erzählerisches Bergwerk, ein modernes Epos«
(Hans-Peter Kunisch, Süddeutsche Zeitung, 09.08.2018)

»Eine Wucht von einem Roman, der seine Leser anregend beschäftigt.«
(Cornelia Geißler, Frankfurter Rundschau, 11.10.2018)

»»Schermanns Augen« ist ein außergewöhnliches literarisches Ereignis.«
(Michael Opitz, Deutschlandfunk Kultur, 21.10.2018)

»Dieses Buch verlangt nach ungeteilter Aufmerksamkeit, fast schon Hingabe.«
(Janina Fleischer, Leipziger Volkszeitung, 10.10.2018)

»Man wird dieses beeindruckende Werk so schnell nicht vergessen können.«
(Lothar Struck, SWR2 Lesenswert, 05.08.2018)

»Sowohl sprachlich als auch inhaltlich der ganz große Wurf.«
(Ulf Heise, MDR Kultur, 31.07.2018)

»Da ist ein epochales Werk entstanden, von einer nahezu unfassbaren Weite und Tiefe. Ein Werk in der Nachfolge der »Ästhetik des Widerstands«.
(Robert Cohen, Vorableser, Schweizer Filmregisseur und Literaturwissenschaftler)

»Wenn man den Roman zu lesen beginnt, dann wird man sofort gepackt«
(Frank Meyer, Deutschlandfunk Kultur Lesart, 13.08.2018)

»Diese Riesenerzählung ist ein Seil zwischen Mystik und Moderne über das Steffen Mensching souverän tanzt.«
(Torsten Unger, MDR Thüringen – Das Radio, 26.08.2018)

»Riesenhaft, gigantisch, fulminant (...). Ein besonderes Leseereignis.«
(Carsten Wist, Antenne Thüringen, 04.09.2018)

»Man ist sofort drin und wird absorbiert von der Geschichte dieser beiden Männer.«
(Marion Brasch, rbb-radio eins, 21.09.2018)

»Ein geschmeidiger Romankoloss (...). Sprachmächtig und mitreißend.«
(Katrin Hillgruber, SR2 Kulturradio, 31.10.2018)

»Dem starken dramatischen Sog des Romans kann man sich kaum entziehen.«
(Thomas Schaefer, Badische Zeitung, 25.08.2018)

»Menschings Jahrhundertroman ist von einem grandiosen Erzählstil geprägt.«
(Michael Ernst, Sächsische Zeitung, 04.09.2018)

»spannender als ein Geschichtsbuch (...) und fesselnd bis zur letzten Seite (...). Eine der wichtigsten Herbstneuerscheinungen! Ein Leuchten!«
(Marina Buettner, literaturleuchtet, 28.09.2018)

»Handlungssatt, bunt und berührend.«
(Marius Müller, buch-haltung.com, 28.09.2018)

»der gewichtigste deutsche Roman dieses Jahres (...), ein wahres Kraftwerk der Geschichte und der Geschichten«
(Katrin Hillgruber, Der Tagesspiegel, 04.01.2019)

»ein bewegendes Gleichnis über die Macht der Schrift, die Wirkung der Sprache und die Kraft der Liebe«
(Jochen Kienbaum, Lëtzebuerger Journal, Dezember 2018)

»Welch ein Plot, welch eine Sprache, was für ein Lesegenuss. Der beste Roman des Jahres!«
(Marius Müller, www.buch-haltung.com, 17.12.2018)

»Ein überbordendes Werk.«
(F.F. dabei, 02/2019)

»Es ist meisterlich sowie prägend und bleibt für den Leser schlichtweg ein unvergesslicher Lese-Meilenstein.«
(Constanze Matthes, www.zeichenundzeiten.com, 26.01.2019)

»Sein Roman ist eine raffinierte Inszenierung von Gegensätzen und Entsprechungen, Spiegelungen und Brüchen.«
(Holger Schlodder, Allgemeine Zeitung, 07.01.2019)

»Ein außergewöhnlich beeindruckendes Buch, ein Buch, das Spuren hinterlässt, ein virtuoses Buch, das konfrontiert und einem den Atem raubt.«
(Jörg Konrad, kultkomplott.de, 14.04.2019)