Seite drucken
Verbotene Liebe, verborgene Kinder Jürgen Schlumbohm

Verbotene Liebe, verborgene Kinder

Das Geheime Buch des Göttinger Geburtshospitals, 1794-1857

Reihe: Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen (hg. von der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen)
Band 296

€ 20,00 (D) | € 20,60 (A)

192 S., 20 Abb., geb., Schutzumschlag
Format: 15,5 x 23,0
ISBN 978-3-8353-3250-8

Inhalt

Ein »Geheimes Buch« über anonyme Geburten erlaubt einen ungewöhnlichen Blick
in verbotene Beziehungen und deren Folgen im 19. Jahrhundert.

Wie lebten Frauen und Männer aus »guter Familie« Beziehungen jenseits der Gesetze und Konventionen, und wie gingen sie mit deren Folgen um? Eine jüngst aufgetauchte Quelle, das »Geheime Buch« des Göttinger Entbindungshospitals liefert hier neue, überraschende Perspektiven. Nach detektivischer Entschlüsselung gewährt das Buch tiefe Einblicke in unstatthafte Paarkonstellationen, verheimlichte Geburten und verborgene Kindschaften. Mit welchen Mitteln die Geheimhaltungsstrategien zur Rettung der Familienehre umgesetzt wurden tritt ebenso zutage wie die Folgen, die sich daraus für Frauen, Männer und ihre verschwiegenen Kinder ergaben. Zugleich wird ein Aspekt der Entbindungsklinik sichtbar, der bisher im Dunkeln lag: die »heimlichen« Geburten. Angesichts aktueller Debatten um anonyme oder vertrauliche Geburten kommt dieser spezifischen Funktion des Hospitals besondere Bedeutung zu.

Pressestimmen

»einfühlsam und elegant erzählt«
(Steffen Martus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.03.2018)

»In mühevoller Feinarbeit hat er geschwärzte Stellen entschlüsselt und interessante Fallstudien zusammen getragen.«
(Christiane Böhm, Göttinger Tageblatt, 01.04.2018)

»Das Buch ist durchweg sehr leserlich geschrieben und empfiehlt sich dadurch einem breiten Publikum. «
(Christiane Raffaela Bub, H-Soz-Kult, 09.01.2019)

»ein durchweg gelungenes Buch«
(Kai Sammet, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 03/2019)

»an extremely compelling read, if often also a very poignant one«
(Mary Lindemann, Bulletin of the History of Medicine, Vol. 92 No. 4, Winter 2018)