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Warschauer Innenhöfe Abraham Teitelbaum

Warschauer Innenhöfe

Jüdisches Leben um 1900 – Erinnerungen

Hg. von Frank Beer. Aus dem Jiddischen übersetzt von Daniel Wartenberg

€ 24,90 (D) | € 25,60 (A)

234 S., 10 Abb., geb., Schutzumschlag
Format: 12,5 x 21,0
ISBN 978-3-8353-3138-9

Inhalt

Eine Hommage an das jüdische Warschau und die Blütezeit des jiddischen Kulturlebens.

Abraham Teitelbaum erzählt von seiner Kindheit und Jugend in Warschau um 1900. In zehn Kapiteln, die jeweils einem Innenhof oder einer bestimmten Straße in Warschau gewidmet sind, schildert er das Alltagsleben, die Menschen, aber auch die politischen Ereignisse sowie soziale und kulturelle Aspekte jüdischen Lebens. Unter den bunten Charakteren finden sich fliegende Händler, Wasserträger, Böttcher, Scherenschleifer und Kesselflicker, Diebe und Messerstecher, Unterweltbosse, Hauslehrer, Rabbis, Revolutionäre und Sozialisten, Bankiers, Theaterschauspieler und Schriftsteller. In Teitelbaums Elternhaus proben Laienschauspieler und wecken in dem Jungen den Wunsch, selbst auf der Bühne zu stehen. Er nimmt ersten Schauspielunterricht bei dem großen jiddischen Schriftsteller Jizchok Leib Perez. Aus Liebe zur Literatur wird Teitelbaum als junger Mann zunächst Buchhändler und arbeitet später für eine hebräische Zeitung.
Abraham Teitelbaums Jugenderinnerungen erschienen 1947 auf Jiddisch. Nun ist dieses einmalige Zeugnis jüdischen Lebens erstmals ins Deutsche übersetzt worden.

Pressestimmen

»Die Unmittelbarkeit, mit der Teitelbaum vom Nachbarschaftsleben erzählt, macht den großen Reiz des Buches aus.«
(Dirk Schümer, Die Welt, 24.02.2018)

»Eine Preziose für jeden historisch interessierten Zeitgenossen.«
(Ernst Reuß, neues deutschland, 22.07.2018)

»Ein Lichtstrahl in eine längst vergangene Zeit und ein Rückblick in eine für immer vernichtete Welt. Eine spannende Lektüre.«
(www.hagalil.com, 13.12.2017)

»eindrucksvolle Blicke in die mit Wärme und Vertrautheit gefüllten Innenhöfe der Hauptstadt Polens um die Jahrhundertwende«
(Viola Korat, Illustrierte Neue Welt, Ausgabe 1/2018)

»Ein plastisches Sittengemälde einer lebhaften Stadt.«
(Ernst Reuß, historisches-sachbuch.weebly.com, 30.01.2018)

»Eine attraktive Entdeckung, Bereicherung der deutschsprachigen Bemühungen um jiddische Moderne.«
(Kalonymos, 2018)