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Die Erfindung von »1968« Martin Stallmann

Die Erfindung von »1968«

Der studentische Protest im bundesdeutschen Fernsehen 1977-1998

Reihe: Medien und Gesellschaftswandel im 20. Jahrhundert (hg. von Frank Bösch und Christoph Classen)
Band 8

€ 39,90 (D) | € 41,10 (A)

412 S., 51 Abb., geb., Schutzumschlag
Format: 14,0 x 22,2
ISBN 978-3-8353-3099-3

Inhalt

Wie prägte das Fernsehen unseren Blick auf die Unruhen der 1960er Jahre?

Das Jahr 1968 ging als ein Jahr des Protests und des Aufbruchs in die Geschichte des 20. Jahrhunderts ein. Es markiert eine Chiffre, die für Veränderung und Erneuerung steht. Der Historiker Martin Stallmann untersucht in seiner Studie das »Making-Of« von »1968«. In einer Analyse von Fernsehsendungen der siebziger bis neunziger Jahre fragt er nach Deutungen von »1968« und Orientierungsangeboten, die die Fernsehbeiträge transportierten. Der Autor zeigt, wie sich das Fernsehen an der Erfindung der »68er-Generation« beteiligte, welche Akteure immer wieder auf die Bildschirme zurückkehrten und was von der Vielschichtigkeit des vergangenen Protests in der Gegenwart übrigblieb. Deutlich wird so, welche öffentlichen Kontroversen die Proteste der sechziger Jahre auch in den folgenden Jahrzehnten auslösten und wie sich diese veränderten.

Pressestimmen

»ein Lehrstück in Erzähl- und Medientheorie«
(Lars Hartmann, der Freitag, 28.09.2017)

»erlaubt der Leserschaft einen neuen Blick auf die mediale Rezeption eines vielschichtigen gesellschaftlichen Phänomens«
(Felicitas Söhner, globkult.de, 01.12.2017)

»Stallmanns Darstellung überzeugt durch die Kombination zeitgeschichtlicher, medienwissenschaftlicher und kulturgeschichtlicher Zugriffe auf das noch immer strittige Thema »1968««.
(Werner Bührer, Francia Recensio, 02/2018)