Seite drucken
Geschichte und Gewinn Sebastian Brünger

Geschichte und Gewinn

Der Umgang deutscher Konzerne mit ihrer NS-Vergangenheit

Reihe: Geschichte der Gegenwart (hg. von Frank Bösch und Martin Sabrow)
Band 15

€ 39,90 (D) | € 41,10 (A)

452 S., geb., Schutzumschlag
Format: 14,0 x 22,2
ISBN 978-3-8353-3010-8

Inhalt

Zwischen Abwehr und Imagefaktor - Deutsche Unternehmen und ihre Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte.
Ausgezeichnet mit dem
>Droysen-Preis 2017


Von den Nürnberger Wirtschaftsprozessen bis zu den Verhandlungen um Zwangsarbeiterentschädigungen - deutsche Konzerne haben stets versucht, das öffentliche Bild von ihrer NS-Vergangenheit selbst zu prägen. Sebastian Brünger untersucht nun erstmals die Kontinuitäten und Brüche dieser Vergangenheitsbearbeitung seit 1945. An vier Beispielen (Bayer, Deutsche Bank, Daimler und Degussa) erörtert er Strategien und Formen unternehmerischer Vergangenheitsbearbeitung und analysiert sie im Kontext von Öffentlichkeit, Politik und Wissenschaft ihrer jeweiligen Zeit.
Brünger zeigt, wie Unternehmen die Veränderungen der deutschen Geschichtskultur nachvollzogen bzw. mitbestimmten, während konkrete Rollenbilder wie etwa das vom »anständigen Kaufmann« weiter tradiert und Forschungsaufträge an Historiker zunehmend zu einem wichtigen Imagefaktor wurden. Damit erweitert Brünger den gedächtnisgeschichtlichen Blickwinkel auf die deutsche Geschichtskultur um die Dimension der Unternehmensgeschichte und begreift Unternehmen als Akteure des kulturellen Gedächtnisses.
Ausgezeichnet mit dem Preis für Unternehmensgeschichte 2016 und dem Droysen-Preis 2017.

Pressestimmen

»Brünger erzählt die Geschichte einer Verdrängung.«
(Nils Klawitter, Der Spiegel, 22.04.2017)

»›Geschichte und Gewinn‹ ist ein gutes Buch, weil es die nüchterne Analyse der billigen Skandalisierung vorzieht.«
(Tim Schanetzy, Süddeutsche Zeitung, 07.08.2017)

»Eine Lektüre der quellengesättigten und klar strukturierten Studie kann daher nur empfohlen werden.«
(Christian Marx, H-Soz-Kult, 06.04.2018)

»Eine sehr gut lesbare Gesamtdarstellung eines bislang zu Unrecht übersehenen Feldes der Vergangenheitsbewältigung, die der NS-Historiographie wichtige neue Impulse geben kann.«
(Christopher Kopper, Historische Zeitschrift Bd. 307, 2018)