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Lange Fluchten Daniela Danz

Lange Fluchten

Roman


€ 18,90 (D) | € 19,50 (A)

146 S., geb.
Format: 12 x 20
ISBN 978-3-8353-1841-0

Inhalt

Eine Abenteuergeschichte über die Abgründe des eigenen Ichs, eine moderne Legende – bildmächtig, geheimnisvoll, bezwingend.

Alles um ihn herum scheint merkwürdig weit weg, auch wenn es auf den ersten Blick aussieht, als wäre alles in Ordnung. Cons, mit vollem Namen Constantin, lebt mit seiner Frau und zwei Jungen auf einem Grundstück zusammen; aber das Wort »zusammen« beschreibt es nicht ganz: Ein Haus hatten sie einmal bauen wollen, jetzt wohnen sie noch immer in provisorischen Containern in zwei Stockwerken, unten Cons, oben die Frau mit den Kindern. Etwas in Cons wirkt wie zerbrochen; er ist seit seinem »Aussetzer« bei einer Übung als Zeitsoldat, an den er sich nur vage erinnern kann, wie aus der Welt gefallen. Ja, die Welt ist ihm abhanden gekommen. Unfähig, sich von der Fokussierung auf ein Ziel zu lösen, das es nicht mehr gibt, gleitet Cons aus alten Freundschaften und aus dem Leben seiner Familie in eine richtungslose, nächtelange Pirsch.

Angelehnt an die Legende des römischen Feldherrn und Jägers Eustachius schreibt Daniela Danz ein radikales Buch über den Sog des Scheiterns und die vergebliche Tapferkeit eines Mannes, der sich noch einmal mit aller Macht der Fluchtlinie seines Lebens entgegenstemmt, bevor er in eine alptraumhafte Irrealität sich überschlagender Ereignisse gerät.

Pressestimmen

»Ein düsteres und doch funkelndes Buch, kunstvoll durchgestaltet und dramaturgisch spannend in Szene gesetzt.«
(03.04.2016, Susanne Schaber, ORF Ex libris)

»vor dem Leser entsteht auf engem Raum ein gewöhnliches Leben mit ungewöhnlich vielen Facetten«
(Martin Straub, Thüringische Landeszeitung, 19.03.2016)

»ein gelungener Text, der auf den 144 Seiten des schmalen Werkes nicht an Stringenz verliert.«
(Simone Trieder, Fixpoetry, 25.03.2016)

ein »Roman voller Verzweiflung und Schmerz, in bildhafter, starker Sprache, mit Sätzen die sich tief einbrennen«
(Gallus Frei, Literaturblatt, 06.04.2016)

»Ein höchst sensibel geschriebener Roman, der verständnisvoll die Schwierigkeit beschreibt mit gescheiterten Lebensentwürfen umzugehen.«
(Halgard Kuhn, Der Evangelische Buchberater, Februar 2016)

»ein ungewöhnlich intensives Buch (...), das sicherlich niemand so schnell vergessen wird.«
(Thorsten Schulte, literaturkritik.de, Nr. 6, Juni 2016)

»Daniela Danz gehört zu den großen und überragenden Erzählerinnen der deutschen Gegenwartsliteratur.«
(Lars Hartmann, bersarin.wordpress.com, 12.07.2017)

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