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Wolfgang Frommel und Renata von Scheliha. Briefwechsel Wolfgang Frommel - Renata von Scheliha

Wolfgang Frommel und Renata von Scheliha. Briefwechsel

1930-1967

Hg. von Claus Victor Bock und Manuel R. Goldschmidt

€ 24,00 (D) | € 24,70 (A)

133 S., engl. brosch.
ISBN 978-3-8353-0371-3

Inhalt

Publikation der Stiftung Castrum Peregrini, bereits 2002 in Amsterdam erschienen.

Link: www.castrumperegrini.org

Wolfgang Frommel und Renata von Scheliha gehörten nicht mehr zu dem, was man zu Lebzeiten des Dichters den George-Kreis nannte, aber beide empfingen von der Dichtung Georges Impulse, die ihr weiteres Leben bestimmten. Beide verachteten die nationalsozialistische Ideologie. »Könnten wir nicht einige anti-antisemitische Pfeile gemeinsam abschiessen?« Dass Frommel wie Scheliha ledig waren - »los von gut und haus« - erleichterte den Entschluss, Deutschland zu verlassen. Scheliha fuhr in die Schweiz. In Basel fand sie bei Edith Landmann Aufnahme. Nach dem Krieg entschloss sie sich mit drei ihrer Freundinnen zu einer weiteren Umsiedlung in die Vereinigten Staaten. Frommel fuhr 1937 nach Florenz, von dort nach Paris und erlebte den Kriegsausbruch bei seinen nach Holland emigrierten Freunden.
Zu Beginn des Briefwechsels ist Renata von Scheliha 29, Wolfgang Frommel 28 Jahre alt. Sie war aufgewachsen als Tochter eines Großgrundbesitzers in Schlesien, er im Milieu badischer Pfarrer und Theologen. Sie war entschlossen - gegen den Willen der Eltern - Sanskrit und Griechisch zu studieren: er zog es vor, sich in eine neue geistige Sohnschaft zu begeben, statt die protestantische Geistlichkeit seiner Vorfahren fortzusetzen.
Nachdem einige Briefbände Wolfgang Frommels bereits vorliegen, folgt jetzt der Briefwechsel mit einer Freundin. »Vergiss nicht«, schreibt er ihr im 28. Jahr ihrer Korrespondenz, »es gibt Gespräche, die ich nur mit dir geführt habe, nur mit dir führen kann.«