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Wilhelm Fraenger und Wolfgang Frommel im Briefwechsel Wilhelm Fraenger und Wolfgang Frommel

Wilhelm Fraenger und Wolfgang Frommel im Briefwechsel

1933-1963


€ 24,00 (D) | € 24,70 (A)

175 S., engl. brosch.
ISBN 978-3-8353-0369-0

Inhalt

Publikation der Stiftung Castrum Peregrini, bereits 1990 in Amsterdam erschienen.

Link: www.castrumperegrini.org

Kennzeichnend für diesen Briefwechsel ist die Vitalität, der sprachlich faszinierende Stil zweier Männer, deren Vorbilder und Meister zunächst so grundverschieden scheinen, dass nu rein angeborener innerer Sinn, eine Begabung beider Briefpartner die Brücke schlägt zwischen den auseinanderliegenden Lebensquellen ihrer Existenz. Beide stehen in den Zeichen der Vorkriegszeit, der Kriegszeit und der unmittelbaren Nachkriegszeit.
Wolfgang Rommel ist der um zwölf Jahre jüngere, der erst am Frankfurter Rundfunk, dann am Reichssender Berlin doppelbödige Sendungen inauguriert, während Fraenger die musisch-politischen Anliegen Frommels mit Konzepten (im Anhang zum Briefwechsel) stützt. Beide verband das Wissen ums Außenseitertum, und der Beweis, dass wirkliches Leben sich gegen die Zeit behauptet. Wolfgang Frommel (1902-1986) trat 1932 mit seinem Dritten Humanismus provokant vor die Öffentlichkeit (die Schrift wurde 1036 verboten), Wilhelm Fraenger (1890-1964) rief mit seiner Interpretation des Bosch-Gemäldes Das Tausendjährige Reich (auch als »Garten der Lüste« bekannt) bisher noch nicht beigelegt Streitigkeiten auf den Plan.
Der Briefwechsel gibt überdies einen ersten Einblick in die Gründungsphase der Zeitschrift Castrum Peregrini: Pläne des frühen, Stefan George verpflichteten »Runde-«Verlags werden wieder aufgegriffen und realisiert. Auch jetzt - und das ist der wesentliche Beitrag Fraengers zu dieser Zeitschrift - geht es um die menschliche Selbstbehauptung des Geistes. Das Einvernehmen der beiden Briefpartner wird durch Abundanz des Wissens und eine hintergründige Heiterkeit charakterisiert.