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DIE ZEIT und die Bonner Republik

DIE ZEIT und die Bonner Republik

Eine meinungsbildende Wochenzeitung zwischen Wiederbewaffnung und Wiedervereinigung

Hg. von Christian Haase und Axel Schildt
Reihe: Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte (hg. von der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg)
Band 43

€ 32,00 (D) | € 32,90 (A)

312 S., 33 Abb., geb., Schutzumschlag
Format: 14 x 22,2 cm
ISBN 978-3-8353-0243-3

Inhalt

DIE ZEIT hat die Bonner Republik kritisch begleitet und wie kaum eine andere Zeitung ihr Bild nach außen geprägt.

Welche Rolle spielte die Wochenzeitung in der Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit, in den Kontroversen zur »deutschen Frage« sowie in den Diskussionen um die Modernisierung und Liberalisierung?
Bei der Beschäftigung mit diesen Fragen wird deutlich, wie eng die anfänglich noch keineswegs eindeutig westlich-liberale Wochenzeitung und ihre Journalisten in ein engmaschiges Netz europäisch-transatlantischer Konferenzen, Institute und Pressemedien eingebunden war und ist. Die Integration in dieses westliche Netzwerk erlaubte es dem Verleger Gerd Bucerius und Journalisten wie Ernst Friedlaender, Marion Dönhoff und Theo Sommer als Mittler zu wirken und in engem Kontakt zur Bundesregierung auch meinungsbildend in die Außenbeziehungen der Bundesrepublik einzugreifen. In der ZEIT und durch die ZEIT wurde der Westen allmählich zum positiven Bezugspunkt.

Mit Beiträgen von: Philipp Gassert, Karl Christian Führer, Frank Bajohr, Werner Bührer, Alexander Nützenadel, Constantin Goschler, Eckart Conze, Christina von Hodenberg, Claudia Fröhlich, Detlef Bald, Alexander Gallus, Christoph Kleßmann und Konrad H. Jarausch.

Inhaltsverzeichnis


Inhaltsverzeichnis

Axel Schildt
Immer mit der Zeit: Der Weg der Wochenzeitung DIE ZEIT durch die Bonner Republik - eine Skizze

Christian Haase
»Das deutsche Weltblatt« DIE ZEIT und die Außenpolitik der Bonner Republik

Bildstrecke 1: Von der Gründung der ZEIT 1946 zum »liberalen Leitmedium«

Aufbruch, Liberalisierung und soziale Modernisierung

Philipp Gassert
Blick über den Atlantik: DIE ZEIT und Amerika in den sechziger Jahren

Frank Bajohr
Hamburg, DIE ZEIT und die Liberalisierung der Bundesrepublik

Karl Christian Führer
»Wenn man zurückdenkt, ist bei uns halt alles sehr unglücklich gelaufen.« DIE ZEIT in der Hamburger Presselandschaft der fünfziger Jahre

Werner Bührer
DIE ZEIT und die Soziale Marktwirtschaft

Alexander Nützenadel
Konjunktur und Krise: Die Wirtschaftsberichterstattung der ZEIT zwischen Expertenkultur und Politik (1946-1990)

Bildstrecke 2: ZEIT-Journalisten als transatlantische Mittler

Die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit

Christina von Hodenberg
Zeitkritik in der ZEIT: Der Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit

Eckart Conze
Marion Gräfin Dönhoff, die Westbindung und die transatlantische Rezeption des deutschen Widerstandes

Constantin Goschler
DIE ZEIT und die Politik der Wiedergutmachung

Claudia Fröhlich
Vergesst Habermas nicht! DIE ZEIT im Historikerstreit

Bildstrecke 3: Die Entwicklung der Redaktion - Vom Aufbruch der »45er« bis zur »konservativen Wende« in den 80er Jahren

DIE ZEIT und die zwei deutschen Staaten

Alexander Gallus
Deutschlandpolitische Querdenker in einer konservativen »Zeit« - die ersten beiden Chefredakteure Samhaber und Tüngel 1946-1955

Detlef Bald
»Nicht ohne uns!« DIE ZEIT als Vorreiter der Wiederbewaffnung in den fünfziger Jahren

Christoph Klessmann
Die deutsche Frage in der ZEIT

Konrad H. Jarausch
Von der Geschichte belehrt. Die Schwierigkeiten der ZEIT mit der Vereinigung

Bildstrecke 4: DIE ZEIT und die deutsche Frage

Appendix: Chefredakteure, Auflagenentwicklung, Nachlässe

Link: Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg