Wallstein Verlag



Spiegeln und Schweben


Goethes autobiographisches Schreiben


Erstmals werden sämtliche biographische und autobiographische Schriften Goethes systematisch untersucht.


»Es gibt in der Weltliteratur neben Goethes Lyrik andere große Lyrik: Petrarca, Hölderlin; neben Goethes Dramen gibt es andere - und zum Teil größere - Dramatiker: Sophokles, Shakespeare; und es gibt neben Goethes Romanen andere große Romane von Cervantes bis Tolstoi. Aber es gibt in der Weltliteratur keine größere Autobiographie.« Mit diesen Worten hob einmal Erich Trunz den einzigartigen Charakter von Goethes autobiographischem Werk hervor.
Carsten Rohde untersucht nicht nur bekannte Texte wie »Dichtung und Wahrheit« und die »Italienische Reise«. Vielmehr findet sich in Goethes Werk eine Fülle von weiteren autobiographischen und biographischen Schriften: »Sanct Rochus-Fest zu Bingen«, »Tag- und Jahreshefte«, »Winkelmann und sein Jahrhundert« (um nur einige zu nennen). Hinzu kommen berühmte Briefwechsel, umfangreiche Tagebücher und Gespräche. Am Leitfaden von vier großen Epochen seines autobiographischen Schreibens (Symbolisches Dasein - Stellvertretende Lebensläufe - Dichtung und Wahrheit - Wiederholte Spiegelungen) führt Rohde durch dieses Werk und läßt den Leser teilhaben an einer Erzählung, die identisch ist mit der faszinierenden, weil vielschichtigen und kunstvoll inszenierten Geschichte von Goethes lebenslanger Arbeit am Selbst.
Carsten Rohde

Carsten Rohde, geb. 1971, studierte Germanistik, Geschichte und Nordamerikastudien in Bremen und Berlin. Seit 2001 unterrichtet er am Institut für Literaturwissenschaft der TU Berlin. Publikationen u.a. zur Literatur und Kultur der Goethezeit, zu Rolf ...

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