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Nicolas Berg
Der Holocaust und die westdeutschen Historiker
Erforschung und Erinnerung |


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Reihentitel: Moderne Zeit. Neue Forschungen zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Hg. von Ulrich Herbert und Lutz Raphael)
Bandnummer: 03
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€ 46,00 (D)
€ 47,30 (A)
CHF 61,50
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alle Preise inkl. MwSt, zzgl. Versandkosten |
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erschienen 2003, lieferbar
784 Seiten Einband: gebunden, Schutzumschlag
ISBN: 978-3-89244-610-1
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| Auch erhältlich als E-Book im PDF-Format |
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KurztextPressestimmenBiographie | | |
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Platz 1 der Bestenliste »Sachbücher des Monats« von Süddeutsche Zeitung / NDR / Buchjournal (30. Juni 2003)
Vier Wochen auf der ZEIT-Empfehlungsliste für Sachbücher (10.7.2003 bis 31.7.2003)
»Dieses wichtige Buch zeigt, welch langer Weg zurückgelegt werden musste, bevor das monströse Verbrechen in seiner ganzen Dimension erkannt und erforscht werden konnte - wie schwer es professionellen Historikern aber bis heute fällt, über Zeitgebundenheit und lebensgeschichtliche Hintergründe ihrer Erkenntnisinteressen nachzudenken.«
(Volker Ullrich, Die ZEIT,10.7.2003)
»Gewiss bietet auch Berg keine durchgängige Geschichte des IfZ (Münchner Institut für Zeitgeschichte), aber er beleuchtet wichtige Aspekte aus dessen frühen Jahren in einem harten Licht.«
(Norbert Frei, Süddeutsche Zeitung, 8.5.2003)
»Diese provokante Studie vermag in einem viel beackerten Feld neue Akzente zu setzen und wird sicher für einige Debatten sorgen. Auch außerhalb der Bundesrepublik sind Bergs eindringliche Ausführungen zum Dilemma zwischen Betroffenheit und Sachlichkeit in der Arbeit der Historiker von Belang.«
(Andreas Eckert, Literaturen)
»Nicolas Berg (...) hat der Illusion eines gemeinsamen Narrativs von Deutschen und Juden über den Holocaust die Grundlage der Objektivität geraubt. In einer atemberaubenden Geschichte des Zusammenpralls deutscher und jüdischer Geschichten deckt er die Unüberbrückbarkeit dieser Narrative auf. Wenn man Nicolas Bergs wundervolles Buch liest, muss es einem gerade um die deutsche Historiographie eigentlich gar nicht Leid tun.«
(Natan Sznaider, Die Welt, 21.6.2003)
»Dieses Buch hat das Zeug, eine wissenschaftliche Kontroverse auszulösen.«
(Sebastian Conrad, Berliner Zeitung, 7.7.2003)
»Es ist das Verdienst des jüngeren Historikers Nicolas Berg vom Simon-Dubnow-Institut in Leipzig, daß er das gestörte Verhältnis einiger der bedeutenden deutschen Holocaust-Forscher zu ihren jüdischen Kollegen erforscht hat. In seinem vor kurzem erschienenen großartigen Werk »Der Holocaust und die westdeutschen Historiker« wird zum ersten Male das unterschiedliche Verständnis von Erfoschung und Erinnerung zwischen jüdischen und deutschen Historikern ausführlich diskutiert.«
(Arno Lustiger, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. Juli 2003)
»Berg belegt seine Thesen mit vielen Quellen. Für die deutschen Historiker bringt sein Werk nicht nur eine weitere Diskussion um die Methoden und Fragestellungen ihres Faches, sondern es ist auch eine notwendige Auseinandersetzung mit den eigenen Mentoren und Lehrern.«
(Irene Armbruster, Aufbau 24.7.2003)
»Berg betrachtet nicht nur wissenschaftliche Texte, einschließlich unveröffentlichter Manuskripte in den Nachlässen, sondern auch Briefwechsel und autobiographische Reflexionen, Sitzungsprotokolle und institutionelles Schriftgut. Er hat daraus eine facettenreiche, spannende und gut lesbare Studie über bisher ausgeblendete Aspekte der Deutungsgeschichte der deutschen Verbrechen im »Dritten Reich« von 1945 bis in die Gegenwart erarbeitet.«
(Fritz-Bauer-Institut - Rezensionen, Mai 2003)
»Die imposante, gut lesbare Studie untersucht nun umfassend, wie Geschichtsschreiber zwischen 1945 und 1990 über die Schoah
nachdachten und wo die Grenzen ihrer Reflexion lagen. Gebannt folgt man ihm, wenn er den häufig ignoranten, arroganten und eingeschliffenen Denkmustern etablierter Historiker die Forschungsansätze, Erinnerungen und Tabubrüche von Außenseitern gegenüberstellt.«
(Julian Schütt, Online-Besprechung Weltwoche.ch, Ausgabe 22/03)
»Es gibt nicht viele Qualifikationsschriften, deren Lektüre sich von der ersten bis zur letzten Seite lohnt. Diese - gekürzte! - Dissertation ist eine davon.«
(Marc Fabian Erdl, Rezension zum »Buch des Monats«, konkret, Heft 9, September 2003)
»Das Buch ist anregend, wichtig und provozierend. Das sind für einen Text über Historiker und über die Geschichtswissenschaft entscheidende Meriten.«
(Wolfgang Benz, Das Parlament, 29.09./06.10.03)
»Bemerkernswert ist Bergs Untersuchung nicht nur, weil es ihr gelungen ist, die Möglichkeiten und Grenzen des wissenschaftlichen Schreibens über den Mord an den europäischen Juden darzustellen. Mindestens ebenso zu begrüßen ist ihre Bemühung, die Ereignisse selbst als unabgeschlossene sichtbar werden zu lassen.«
(Jens Hoffmann, Jungle World Nr. 38, 10.09.03)
»Nicolas Berg weist nach, daß Sachlichkeit und Emotionalität, objektive Erforschung und subjektive Erinnerung im vorherrschenden historiographischen Diskurs Westdeutschlands seit der Nachkriegszeit und bis in die späten achtziger Jahre als Gegenpole konzipiert und dann unterschiedlichen kollektiven Gedächtnissen zugeordnet wurden: die Objektivität dem deutschen, die Subjektivität dem der Opfer. Diese Gegenüberstellung selbst als Teil des Problems historisiert zu haben, ohne seinerseits die gesamte ältere deutsche NS-Forschung als inhaltlich wertlos abzutun, ist Bergs großes Verdienst. Er leuchtet den toten Winkel der deutschen Zeitgeschichtsforschung aus und zeigt auf, wo und wie die subkutanen Verbindungslinien zum kollektiven Gedächtnis der Tätergesellschaft wirken, trotz und parallel zur Distanzierung vom Nationalsozialismus.«
(Shelley Berlowitz, Online-Rezension in der WochenZeitung Nr. 39 vom 25. September 2003)
»(...) ein eindrucksvoller Beitrag zur Zeitgeschichte.«
(Hermann Rudolph, 8.12.2003, Der Tagesspiegel, Nr. 18.324)
»Nicolas Berg hat mit durchdringender Fragestellung ein bahnbrechendes Buch zum Verständnis der Bundesrepublik Deutschland geschrieben. (...) In der Hauptsache erwirbt sich Nicolas Berg das immense Verdienst, den« Hohlraum der Rede »zu öffnen, der sich inmitten der jahrzehntelangen deutsch-jüdischen Auseinandersetzungen um den Holocaust gebildet hat und in den schon neue Vorwürfe eingeflossen sind.«
(Oliver Schmolke, Onlinerezension auf der Homepage der TU Darmstadt, 07/2004)
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