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Daniela Danz

Pontus

Gedichte
Pontus

€ 14,90 (D)
€ 15,40 (A)
CHF 21,90
alle Preise inkl. MwSt,
zzgl. Versandkosten
lieferbar ab 03/2009
78 Seiten
Einband: gebunden, Schutzumschlag
Format: 12 x 20 cm
ISBN: 978-3-8353-0476-5
KurztextPressestimmenBiographieLeseprobe
Platz 6 der ORF-Bestenliste Juni 2009

»Danz schreibt zauberhaft klare Gedichte voller Rhythmus, Expressionismus und Erkenntnis.«
(Die Zeit, 9.10.2008)

»Es ist ein fast körperliches Empfinden für Rhythmus und Versmaß, das die Poesie von Daniela Danz auszeichnet. Es ist der Versuch, die Sprache atmen zu lassen, tastend die Worte wie ein Gefühl zu erobern. Und sie lässt sie in der beschwörenden Wiederholung des Aufhörens und Anfangens, des Lichts und Schattens neue Kraft schöpfen.«
(Florian Illies, Die Zeit, 19.3.09)

»Zwischen Identifikation und Befremden variiert das lyrische Ich die Erzählung im eigenen Empfinden, stürzt sich in ihre Bilder und sieht sie ihrerseits in sich zusammenstürzen. Vergangenheit und Gegenwart, Mythos und Realität im Wechsel aufnehmend und fallen lassend, prüft Danz die Tragfähigkeit der Tradition, ohne den Blick für die Fragilität der auf ihr balancierenden eigenen Sprache zu verlieren.«
(Nadja Wünsche, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.6.2009)

»Daniela Danz spielt mit Perspektivwechseln zwischen Zeiten und Kulturen. Sie erblickt mit Euripides auf dem Taurisberg den Tempel der Iphigenie und befindet sich zugleich in Balakawa, wo Stalin einen Atombunker baute und die U-Boote der Schwarzmeerflotte in getarnten Felsentunneln mit tödlicher Fracht beladen ließ. Einst von der Landkarte getilgte oder vergessene Orte kommen zur Sprache, gar nicht elegisch, eher erfrischend salopp.«
(Dorothea von Törne, Die Welt, 21.3.2009)

»Nur da, wo die Kollision von Antike und Moderne auch am poetischen Stoff beglaubigt wird, kann bedeutende Poesie entstehen. Und das gelingt Danz in nicht wenigen Fällen, etwa wenn im Falle von »Telepylos«, einer Staus der »Odyssee«, nicht eine Homer-Schwärmerei ausgepinselt, sondern lakonisch die nüchterne Empirie der Kriegshandlungen verzeichnet wird, die in der antiken Stadt und ihrem realgeschichtlichem Abbild stattgefunden haben. (...) Ihre verstörende Wirkung bewahren ihre Gedichte aber immer dann, wenn sie ihren Rätselcharakter nicht preisgeben, sonder verstärken.«
(Michael Braun, Der Freitag, 12.3.2009)

»Liest man ihre Gedichte, kommen einem viele Lyrikneuerscheinungen kindisch vor.«
(Anton Thuswaldner, Die Furche, 2.7.2009)

»Daniela Danz¹ Gedichte stellen einen europäischen Egozentrismus in Frage und bedeuten, wie brüchig der Boden unserer Zivilisation ist. (...) Daniela Danz hebt nicht moralisch den Zeigefinger. Ihr Toleranzgedanke manifestiert sich, die Fundamentalisten der Gegenwart bedenkend, in einer lyrischen Archäologie im »bergewerk des verstehens«. Sie hebt die Disparität von Ort und Zeit auf und führt die unterschiedlichen Kulturkreise und kulturellen Epochen zusammen.«
(Martin Staub, tlz.de, 17.04.2009)

»»Pontus« ist prall von Geschichte, aber auch von Sinn und Sinnhaftigkeit. Das kluge, ganz gegenwärtige Geschichtsbewusstsein der Autorin hat sich von den Büchern auf der keuschen Seite des Doppelbetts befreit, hat sich freigeschwommen in der Strömung der Bilder (...). Die Gedichte funktionieren als Brücken zwischen Mythen, Geschichte und Gegenwart, auch zwischen Marmor und Müll.«
(Herbert Wiesner, Die Welt, 23.05.2009)

»Die Sprachmächtigkeit der Autorin nimmt gefangen und entführt in Welten, an entlegende Orte, die auszuloten zur beglückenden Erkenntnis werden.«
(Christine Razum, Der evangelische Buchberater, 4/2009)

»Daniela Danz gehört nicht zu den Schöngeistern, die aus einer grauenhaften Geschichte, nur weil sie weit genug entfernt ist, Genuss ziehen, wenn sie sich in die Überlieferung verkriecht. Sie denkt stets mit, was sich auf dem Weg von der Vergangenheit in die Gegenwart verändert hat. Sie vermeidet es strikt, die Kämpfe von damals mit den Konflikten von jetzt parallel zu denken. Der Krieg, das Misstrauen, die Ablehnung alles Fremden sind so aktuell wie je zuvor, aber Geschichte bleibt terra incognita, unbetretbar und unberührbar.«
(Anton Thuswaldner, Frankfurter Rundschau, 14.12.2009)
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