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Lukas Bärfuss

Hundert Tage

Roman
Hundert Tage

English
€ 19,90 (D)
€ 20,50 (A)
CHF 34,50
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lieferbar ab 03/2008
198 Seiten
Einband: gebunden, Schutzumschlag
Format: 12 x 20 cm
ISBN-10: 3-8353-0271-x
ISBN-13: 978-3-8353-0271-6
Aktuelle Veranstaltungen zu diesem Buch:
Hans Fallada Preisverleihung
Termin:30.03.2010 um 20:00 Uhr
Veranstaltungsort:Neumünster, Theater in der Stadthalle
Lesung im Rahmen des »Lesekabinetts« mit Pedro Lenz
Termin:25.04.2010 um 17:00 Uhr
Veranstaltungsort:Zürich, Miller´s Studio, Kabarett in der Mühle Tiefenbrunnen, Seefeldstrasse 225
Lesung
Termin:09.09.2010
Veranstaltungsort:Thalwill,
KurztextPressestimmenAutorbiographieLeseprobeEnglish
Ausgezeichnet mit dem Anna-Seghers-Preis 2008 und mit dem Mara-Cassens-Preis 2008 und dem Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster 2010

Nominiert für den Schweizer Buchpreis 2008

Nominiert auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2008

Platz 7 der Schweizer Bestsellerliste März 2008

Platz 10 der SWR-Bestenliste Juli 2008

»Ein packend, oft überwältigend dicht erzählter Roman.«
(Volker Hage, Der Spiegel, 13.10.2008)

»Wer, wenn nicht Lukas Bärfuss, sollte den ersten Schweizer Buchpreis gewinnen? Sein Roman zeigt, wie man politische Themen aufgreifen kann, ohne sich in leeren Empörungsgesten zu erschöpfen. Und einige der dort beschriebenen Szenen sind so verstörend, dass man anders aus dem Roman herausgeht, als man hineingegangen ist.«
(Sven Boedecker, SonntagsZeitung, 5.10.2008)

»Was für ein ungeheures Buch! So etwas wird in deutscher Sprache nur selten geschrieben. Ein hochpolitischer Roman, der sich nicht in schnellen, vorgefertigten Schuldsprüchen erschöpft und einem schon damit die Ruhe rauben kann.«
(Uwe Wittstock, Die Welt, 8. März 2008)

»In einer Zeit ständig neu erscheinender historischer Familienromane wirkt ein Gegenwartsbuch wie »Hundert Tage« einfach sehr dringend, sehr richtig und gar nicht gutgemeint. Welche von den Fragen, die Bärfuss darin stellt, sind denn schon gelöst? Darfur ist nicht vorbei. Zimbabwe schwelt. Selbst in der aktuellen Diskussion um Tibet und die Olympischen Spiele ist der so genannte Westen uneins darüber, wie er sich aus dem Dilemma laviert, nur nicht gegen die Tagesordnung zu verstoßen. Gegen die Tischmanieren.«
(Tobias Rüther, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.4.2008)

»Bärfuss schafft es, dass man sich beim Lesen hin- und hergerissen fühlt (...). Ein vielversprechendes Début.«
(Regula Freuler, NZZ am Sonntag, 24. Februar 2008)

»Das Buch beweist: Der politische Roman kann tatsächlich aufwühlende Wirkungskraft entfalten.«
(Sigrid Löffler, Literaturen, Juni 2008)

»Der erfolgreiche Theaterautor Lukas Bärfuss hat kein trockenes Sachbuch geschrieben, sondern einen politischen Roman, der auch als Liebesgeschichte fesselt. (...) Typisch Bärfuss: Er krallt sich unpopuläre Themen und macht sie heiss. (...) Das alles wäre nicht so sensationell, wenn es nicht auch packend erzählt wäre. Bärfuss versetzt sich in das Gehirn seines Helden, lässt ihn immer tiefer im moralischen Schlamassel versinken, gleichzeitig immer klarsichtiger werden.«
(Christian Hubschmid, SonntagsZeitung, 24. Februar 2008)

»»Hundert Tage« ist ein Buch von höchster Konzentration, gepaart mit Eleganz und politischer Leidenschaft.«
(Beat Mazenauer, Der Landbote, 28.2.2008)

»Bärfuss blickt tief ins Herz der Finsternis. Was er sieht, kann niemanden gefallen; aber es macht »Hundert Tage« zu einem großen, aufwühlenden Roman.«
(Martin Halter, Tages-Anzeiger, 12.3.2008)

»Lukas Bärfuss erzählt schnörkellos und gerade heraus. Er organisiert ein furchtbares Stück Zeitgeschichte bildstark, aber ohne aufzutrumpfen.«
(Verena Auffermann, Die Zeit, 13.3.2008)

»Weil Bärfuss an diesem Einzelschicksal die allgemeine Tragik menschlichen Handelns schildert, ist dieses politische und hoch moralische Buch so verstörend und unverzichtbar.«
(Christine Diller, Münchener Merkur, 22.7.2008)

»In seinem Roman hat Bärfuss keine voreiligen Antworten parat, sondern zeigt mit den literarischen Mitteln der Rollenprosa Zusammenhänge auf, indem er entwicklungspolitische Absurditäten und kulturelle Missverständnisse dokumentiert. Mit der den Roman leitmotivisch durchziehenden Geschichte von David und Agathe verdeutlicht Bärfuss, dass auch die private Liebe von Anbeginn zum Scheitern verurteilt ist, wenn sie permanent von falschen Annahmen geleitet wird ­ ebenso wie das humanitäre Engagement.«
(Sandra Leis, Der Bund, 28.2.2008)

»Bärfuss erkundet die moralische Dimension der Politik. Doch er schreibt nicht als Moralist, sondern als genauer Beobachter, der sein Thema mit wissenschaftlicher Akribie recherchierte. (...) Ein eindrucksvolles Buch, in dem eben nicht die Fakten zur Hauptsache werden, sondern die Figuren und ihre Verstrickungen erlebbar sind.«
(Jörg Magenau, die tageszeitung, 13.3.2008)

»Bärfuss¹ Roman geht alles Pamphlethafte ab, ja man meint eigentlich, einen fesselnden Unterhaltungsroman zu lesen, so geradlinig ist »Hundert Tage« erzählt. Auf nicht einmal zweihundert Seiten versteht Bärfuss es, die komplexen Zusammenhänge eines Völkermords mit seiner vierjährigen Vorlaufzeit wie die verderbliche Geschichte sexueller Begierde anschaulich zu machen.«
(Tobias Lehmkuhl, Stuttgarter Zeitung, 14.3.2008)

»»Hundert Tage« ist das Musterbeispiel eines politischen Romans ­ ein Roman über Politik, der seinerseits politisch ist: engagiert, Stellung beziehend, aufrüttelnd.«
(Thomas Schäfer, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 18.3.2008)

»Mit diesem Werk hat Bärfuss gezeigt, dass er nicht nur für die Bühne schreiben kann.«
(Ruhr Nachrichten, 27.3.2008)

»Abseits der politischen Explosivität (...) ist Bärfuss eine auch literarisch dichte Story über einen naiven, engagierten jungen Mann gelungen, der erkennen muss, dass auch in der Liebe nicht nur der gute Wille zählt.«
(Profil 14, 31.3.2008)

»Wie Menschen sich in Widersprüche verwickeln, sobald sie es mit dem Leben aufnehmen, das zeigt Lukas Bärfuss. Denn eine Alternative, ein widerspruchsfreies Leben also, gibt es nicht. Und wie Menschen damit umgehen, dass sie immer nur eines von zwei Übeln wählen können, ohne die Folgen ihres Tuns abschätzen zu können, davon handelt dieser erstaunliche Roman.«
(Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung, 12.4.2008)

»Wohl selten ist so desillusionierend von der afrikanischen Wirklichkeit geschrieben worden, das heißt von den Vorstellungen, die Europäer davon haben.«
(Helmut Böttiger, Süddeutsche Zeitung, 30.4.2008)

»Obwohl er einen historischen Stoff behandelt, ist »Hundert Tage« von bedrückender Aktualität: Ob jüngst in Kenia oder nach wie vor in Darfur ­ das Schema des ruandischen Völkermords setzt sich ebenso fort wie unser Versagen.«
(Thomas Schaefer, KONKRET, Mai 2008)

»Lukas Bärfuss kann man nur dafür bewundern, dass er eine Sprache gefunden hat für ein Thema, das eigentlich sprachlos macht.«
(Tom Kretschmer, Bayern2, 20.5.2008)

»Wann wird Bärfuss`Unterhaltungsthriller verfilmt?«
(Berliner Zeitung, 22.5.2008)

»Selten habe ich in den letzten Jahren ein stärkeres Stück deutschsprachiger Literatur als Lukas Bärfuss` Roman »Hundert Tage« gelesen, feinfühlig und kompromisslos zugleich. So viele Sätze und Bilder, die die Nacktheit der Existenz vorführen, die sich immer erst dann zeigt, wenn alle Lügen und alle Träume versagen und selbst die verklärte Liebe kein Trost mehr ist, sondern gewöhnlich und nichtssagend wird wie das eigene Fleisch, wenn die ewige Einsamkeit es streift.«
(Ludwig Fels, Nürnberger Nachrichten, 12.6.2008)

»Lukas Bärfuss` Roman ist harte Kost, aber eine Kost, die sich lohnt. (...) Ihm gelingt, was die journalistische Berichterstattung oft nicht schafft: 100 Tage fesselt, berührt und lässt die Leserinnen und Leser emotional teilhaben an dem, was damals in Ruanda geschah.«
(Heide Soltau, Deutsche Welle, 6.7.2008)

»Das Gericht, vor das Bärfuss hier das westliche Europa in Person des Entwicklungshelfers zitiert, ist das der dialektischen Aufklärung. Nicht zuletzt die resignative Grundierung seiner Selbstanschuldigungen macht »Hundert Tage« zu einem ebenso lesenswerten wie beunruhigenden Buch.«
(Andrej Klahn, K.West ­ Das Feuilleton für NRW, Juli/August 2008)

»Mit klarer Sprache zeichnet Bärfuss ein bedrückendes Bild von den 100 mörderischen Tagen von Ruanda. Statt dabei in Leichen zu baden, macht er das Ausmaß der Katastrophe in lakonischen Details spürbar.«
(Elke Buhr, WDR3, 15.8.2008)

»Der Roman ist eine wichtige, ja notwendige Lesezumutung!«
(Der Evangelische Buchberater 03/2008 (Juli-Sept.)

»So demaskiert man die schweizer Tüchtigkeit. Dahinter verbirgt sich aber auch diejenige der ehemaligen deutschen und belgischen Kolonialmächte, die Ruanda prägten und dort jene ethnische Konstruktionen administrativ festschrieben, die 1994 zum Genozid führten. Vielleicht verkürzt Bärfuss zu sehr. Das aber tut der präzisen Konstruktion seines Romans keinen Abbruch, die gerade auch durch ihre vielsagenden Auslassungen besticht.«
(Jan Süselbeck, Literaturkritik.de, August 2008-09-11)

»Leider fehlt mein Favorit: ðHundert TageÐ von Lukas Bärfuss.«
(Michael Röder, (Buchhandlung Schöttler, Diepholz), Börsenblatt des deutschen Buchhandels, 25.9.2008)

Aus der Jurybegründung des “Mara-Cassens-Preis für den ersten Roman³ 2008:
»Lukas Bärfuss¹ erster Roman »Hundert Tage« besteht das Wagnis, eine Figur zu schildern, die nicht nur hilflos und unbedarft, sondern auch zu empörendem Verhalten fähig ist. Die schnörkellose, direkte Sprache und die zwingende Dramaturgie des Romans führen den Leser direkt ins Dilemma: Machen wir uns schuldig, wenn wir nur zuschauen, aber nicht eingreifen ­ oder sind es vielmehr gerade unsere Eingriffe, die das Elend verlängern und befeuern? Die Stärke des Romans besteht darin, keine Antwort zu formulieren,
sondern allein die Frage zu stellen.«

Aus der Laudatio von Ingo Schulze bei der Verleihung des Anna-Seghers-Preises 2008:
»Dieser Roman weitet sich unmerklich zu einer Parabel über unsere Welt aus. Das heißt, der Völkermord in Ruanda wird nicht als Unfall begriffen, als einmaliger, räumlich und zeitlich begrenzter Exzess, als Unordnung, sondern als etwas, das sehr gut vorbereitet und geplant wurde und nicht denkbar gewesen wäre ohne koloniale und postkoloniale Ideen und Praktiken ­ von der
Rassenidee bis zum Waffenexport, von den Frontstellungen des Kalten Krieges bis zur prestigeträchtigen und ungeprüften Hilfeleistung. L. B. fragt nach unserer Verantwortung, die, wie die Anklagen gegen französische Soldaten aus dem August dieses Jahres oder das derzeitige Gemetzel und die Vertreibungen im östlichen Teil Kongos, beweisen, nicht nur allgemein zu verstehen ist.«

»Hundert Tage is written in the spare, distilled language that befits ist task, never sensational and never squeamish. A complex and exhaustively researched book, it never crosses into excessive didacticism. It is an unflinchingly political novel that brings across its devastating message without making any narrative compromises.«
(Jane Yager, The Times Literary Supplement, Dezember 2008)
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