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Ulf Erdmann Ziegler
Hamburger Hochbahn
Roman |

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lieferbar ab 03/2007
330 Seiten Einband: gebunden, Schutzumschlag
Format: 12 x 20 cm
ISBN: 978-3-8353-0096-5
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KurztextPressestimmenBiographieEnglish | | |
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Platz 1 der SWR-Bestenliste im April 2007
Nominiert für der »aspekte«-Literaturpreis 2007
»Ein schöner Roman! Ein äusserst gelungenes Buch.«
(Roman Bucheli)
»Der Kunstkritiker Ulf Erdmann Ziegler, Jahrgang 1959, hat den literarisch feinsten Roman dieses Frühjahrs vorgelegt. Er heißt »Hamburger Hochbahn« und ist ein subtil durchgearbeitetes realistisches Zeitstück aus den Achtzigerjahren.«
(Thomas Meininger, Spiegel Online, 21.3.2007)
»Warum er denn Dinge zeichne, fragt ihn einmal seine Tochter. Der Architekt Thomas Schwarz zögert nicht lange mit der Antwort. Sogar ist es klug, was er sagt: »So bringt man in Erfahrung, wie die Dinge wirklich aussehen.« Ob die Tochter auch wirklich versteht, was er meint? Der Leser aber erhält an dieser Stelle - wir sind da schon fast am Ende von Ulf Erdmann Zieglers Romandébut »Hamburger Hochbahn« - einen subtilen Schlüssel zu diesem ebenso hinreissenden wie feinfühligen Buch in die Hand. (...)
Mit grossem Geschick und äusserst souverän ordnet Ulf Erdmann Ziegler seinen Stoff zu immer dichter gewirkten Mustern. Man merkt es seinem glänzenden Débutroman an, dass der 1959 geborene Autor nicht auf geradem Weg zum Schreiben gekommen ist; freilich erzählt er mit einer Beschwingtheit, als hätte er nie anderes getan. Man muss allerdings genau hinschauen, um zu sehen, wie fein das Erzählte verwoben ist, wie punktgenau die verschiedenen Ebenen verfugt sind.«
(Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung, 10.3.2007)
»Ziegler brilliert in »Hamburger Hochbahn« mit einer so unbeschwerten wie überschwänglichen Prosa. Eine wilde Lust des Erzählens hat sich da mit der Hingabe an der Imagination aufs Schönste verbunden.«
(Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung, 20.12.2007)
»Womit ein Übergang geschaffen wäre für das Lob dessen, was man an diesem Buch gar nicht genügend loben und rühmen kann. Es erzeugt einen unwiderstehlichen Sog nicht dadurch, was erzählt wird, sondern dadurch, wie Ziegler es tut. Dieser Schriftsteller hat einen Blick, einen Zugriff und ein handwerkliches Repertoire, das ihm offenbar keinen uninteressanten Satz hinzuschreiben, keinen schiefen Abschnitt zu bauen und kein flaues Kapitel zu weben erlaubt. »Hamburger Hochbahn« ist von einer stilistischen Durchgearbeitetheit, wie sie in der Gegenwartsliteratur eigentlich ohne Beispiel ist.
Nicht nur die Satzgefüge sind so originell wie unmittelbar einleuchtend. Auch die Machart ganzer Kapitel (oft lassen sie fast Nouveau-Roman-artig ausführliche Beschreibungen auf überraschende kleine Sinnsprüche, Denkbilder oder Mini-Kopfkinoszenen hinauslaufen) lässt einen beim Lesen und Weiterlesen nie das sichere Gefühl verlieren, dass man sich in die Werkstatt eines wirklichen Sprachmeisters verirrt hat. Details funkeln wie endlos poliert und bis zu Ende durchgestaltet.
Ulf Erdmann Ziegler ist einer der wenigen Schriftsteller, die für die Erzeugung des inneren Luftzugs, der durch jedes Buch geht, das man zu Ende liest, nicht auf filmische oder naturalistische Hilfsmittel und Muster zurückgreifen müssen. Allein seine Sprach- und Beschreibungskunst trägt einen durch mehr als 300 Seiten. Und erst im Rückblick merkt man, dass sich die Lebensläufe, Gegenstände, Milieus und Figuren, von denen mit so großer Kunst erzählt worden ist, zu lebendigen und unvergesslichen Eindrücken zusammengefügt haben und mit den eigenen, plötzlich wiederaufgetauchten Erinnerungen an die bundesrepublikanischen Flegeljahre zusammengeflossen sind.«
(Stephan Wackwitz, die tageszeitung, 22.3.2007)
»Aber Zieglers Roman ist weit mehr als eine Insidergeschichte aus der Welt der gestalteten Kunst und des Designs. Er erzählt von den Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens einer ganzen Generation und portraitiert zugleich auf unangestrengte Art die Geschichte der Bundesrepublik von den siebziger Jahren über den Mauerfall bis zur Wirtschaftskrise kurz nach dem Millenium. (...)
Das größte Verdienst des Autors ist es aber, daß er eine ästhetische Kategorie wieder erfahrbar macht, die dem falschen Authentizitätskult völlig entgegensteht: die der Eleganz. Vor allem in der ersten Hälfte seines Romans umwirbt er den Leser geradezu mit Sätzen, die Melodie und Rhythmus haben, mit gestochenen, zum Lautsprechen verführenden, funkelnden Formulierungen.«
(Edgar Bracht, Lesart, April 2007)
»Ein Roman, der zu den besten des Frühjahrs gehört.«
(Florian Balke, Rhein-Main-Zeitung, 13.3.2007)
»Die lebendige Beschreibung wird zur Sprachmusik und zieht den Leser in den Text. Es ließen sich problemlos weitere Beispiele für die atmosphärische Dichte dieses Buches anführen.«
(Wend Kässens, Frankfurter Rundschau, 4.4.2007)
»Er ist ein sensibler Beobachter unserer postmodernen Lebenswelten. Mit sehr viel Ironie und einer gehörigen Portion Sprachmusik hält er uns den Spiegel vor. (...) Wir sehen uns selbst in unseren Diadochenkämpfen, den Albträumen und Verlogenheiten unserer Überlebensspiele, den Irritationen und Anpassungszwängen, den hypertrophen Schmeicheleien und kalten Ignoranzen, die unser hochtouriges Lebens- und Arbeitsklima bestimmen.«
(Wend Kässens, NDR Kultur, 30.3.2007)
»Zu keinem Zeitpunkt der Lektüre von »Hamburger Hochbahn« stellt sich der Eindruck ein, daß sich ein Autor hier erproben müßte, auf der Suche wäre nach einer Sprache - sie ist da, von Anfang an, durchaus elaboriert und trotzdem wie selbstverständlich, geschmeidig und angereichert mit immer wieder ebenso überraschenden wie treffenden Bildern.«
(Christoph Schröder, Börsenblatt, 29.3.2007)
»Ich habe das Gefühl, zum ersten Mal seit langer Zeit auf literarisches Gold gestoßen zu sein.«
(Durs Grünbein)
»Das ausgesprochen Elegante an der unaufdringlich durchrhythmisierten und austarierten Prosa ist, dass die Zeitläufe gleichsam mit abgedunkelten Scheinwerfern ausgeleuchtet werden und die Helligkeit sich aufs Private fokussiert.«
(Marius Meller, Deutschlandradio, 3.4.2007)
»Sprachwitz, glänzende, auch treffend böse Formulierungen, eine umfangreiche Sammlung von Aphorismen bietet das Buch (...).
Ziegler, als Publizist bekannt geworden, vor allem mit seinen Arbeiten über Fotografie, versteht, erstaunlich für ein Debüt, Reflexion in Handlung umzusetzen.«
(Martin Lüdke, DIE ZEIT, 26.04.2007)
»Stilistisch unterscheidet sich die Rahmenhandlung nicht von der Retrospektive: Hier wie dort ist der Text so gründlich durchgearbeitet, so ostentativ von Überschüssigem gereinigt, mit Bedeutung aufgeladen und in Form gepresst, dass man zuweilen meint, noch den Schleifsand knirschen zu hören.«
(Kristina Maidt-Zinke, Süddeutsche Zeitung, 24.4.2007)
»Gesättigt an gesellschaftlicher Wirklichkeit und reich an individuellen Erfahrungen zeichnet er das Portrait einer Generation. (...)
So pendelt dieses großartige Debüt, eine Archäologie der Wünsche und der Möglichkeiten, zwischen Europa und Amerika, zwischen Lüneburg und Hamburg, zwischen Melancholie und Aufbruch. (...)
Souverän übt er sich in ironischer Distanz, sanft entfaltet er das komische Potential, das in seinem Helden lauert.«
(Detlef Grumbach, Deutschlandfunk, 16.4.2007)
»Die Sprache ist klar und sinnlich (...). Aber das Beste ist die feine ironische Grundierung. Der Roman von Ulf Erdmann Ziegler ist ein ungeläufiges Beispiel, dass man so klar schreiben kann, wie man denkt. (...) Ein Lesevergnügen.«
(Jürgen Verdofsky, Badische Zeitung, 18.4.2007)
»Fast möchte man sagen, hier ist ein Meister vom Himmel gefallen.«
(Steffen Richter, Der Tagesspiegel, 8.5.2007)
»Schön geschwungene Perioden reihen sich beinahe altmeisterlich gelassen aneinander und verschaffen dem an sich gewöhnlichen Erzählgegenstand den Reiz, der abseits aller Spannungsmacherei immer dabei sein muss, damit man weiterliest. Eine Intensität entsteht, die aus einer sprachlichen Dichte kommt, die sich nur ganz selten Aussetzer erlaubt.«
(Hans-Peter Kunisch, Der Tagesspiegel, 27./28.5.2007)
»Wäre dieses Buch ein Haus - man würde gern und lang darin wohnen.«
(Vanity Fair, 14. Juni 2007)
»ein trennscharfes Generationenporträt«
(Lübecker Nachrichten, 21.5.2007)
»So macht Ziegler durch leichthändiges und in den Sphären von Architektur, Design und Kunst immer sachkundiges Erzählen Mentalitäten und Strukturen unserer Lebenswelt deutlich.«
(Holger Schlodder, Darmstädter Echo, 8.6.2007)
»Die Hauptsache scheint mir zu sein, dass der Roman in seiner erzählerischen Struktur etwas nachbildet, was geradezu das Wesen einer ganzen Generation ausmacht.«
(Tilman Krause, Literarische Welt, 23.6.2007)
»Der 1959 geborene Ziegler, der bislang mit Essays über Kunst in Erscheinung getreten ist, lässt den Typus »Mann im Hintertreffen« auf literarisch höchstem Niveau anschaulich werden«
(Peter Zemka, buchjournal, Juni 2007)
»Ziegler gelingt es erstaunlich leichthändig, die rund 30 Jahre bundesrepublikanischer Geschichte, vor deren Folie sich Thomas' Leben abspielt, in einzelne Geschichten aufzulösen, die den gesellschaftlichen Wandel und die historischen Einschnitte (vor allem natürlich den Fall der Mauer) reflektieren (...).
Es ist ein äußerst komplexes und bemerkenswert tragfähiges Erzählgebäude, das der ausgewiesene Kunst- und Architekturkritiker Ziegler, der mit seinem Protagonisten wohl mehr als nur das Alter teilt, in seinem späten, ausgereiften Romandebüt errichtet. Weil die Erinnerungsschichten nicht linear, sondern in einem manchmal mühsamen und schmerzhaften Rekonstruktions- und Erkenntnisprozess abgetragen werden, kann er die verschiedene Zeit- und Handlungsebenen geschickt gegeneinander schneiden und souverän überblenden. (...)
Beeindruckend ist schließlich die Lässigkeit und Präzision, mit der Ziegler immer wieder Beobachtungen zur Architektur einflicht, die den erfahrenen Kritiker erkennen lassen, sich aber völlig organisch in den Textzusammenhang einfügen und ihrerseits das Verhältnis von Stadtplanung, Bau- und Lebensweisen so ausleuchten, dass auch an ihnen so etwas wie eine bundesdeutsche Mentalitätsgeschichte ablesbar wird. »Hamburger Hochbahn« besticht durch ein realistisch gesättigtes Erzählen und einen scharfen Blick für die Codes und Verhaltensnormen eines spezifischen künstlerisch-intellektuellen Milieus. Der Roman ist so anspielungsreich, so genau beobachtend und weiß seine klugen Reflexionen in eine sinnliche Bildsprache ebenso wie in treffende Aphorismen zu kleiden, dass er als Liebes- und Adoleszenzgeschichte ebenso überzeugt und Vergnügen bereitet wie als Gesellschafts- und Zeitroman.«
(Anne-Britt Gerecke, Litrix - Deutsche Literatur Online, 08.11.2007)
»Ein besseres deutschsprachiges Debüt hat es in diesem Jahr bislang nicht gegeben. (...) So komplex und eigen die Erzählstruktur, so genau und real beschrieben die kontextuelle und zeitgeschichtliche Verortung. Eine Entdeckung.«
(Münstersche Zeitung, 8.11.2007)
»Eine blitzgescheite Geschichte. (...) Ein gut geerdeter Gesellschaftsroman, anschaulich, mit satirischen Spitzen gegen das links-liberale Juste-Milieu.«
(Heinrich Heine Buchhandlung Hamburg, Dezember 2007)
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