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Kartoffelkrankheit und Nahrungskrise in Nordwestdeutschland 1845-1848 Ansgar Schanbacher

Kartoffelkrankheit und Nahrungskrise in Nordwestdeutschland 1845-1848

Reihe: Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen (hg. von der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen)
Band 287

€ 42,00 (D) | € 43,20 (A)

503 S., 36, z.T. farb., Abb., geb., Schutzumschlag
Format: 15,5 x 23,0
ISBN 978-3-8353-1961-5

Inhalt

Ein neuer, niedersächsischer Blick auf ein zentrales Thema der europäischen Geschichte - im Schnittfeld von Umwelt-, Wirtschafts- und Landesgeschichte. Ausgezeichnet mit dem Preis für Niedersächsische Landesgeschichte 2016.

Anders als der »Great Famine« im Irland der 1840er Jahre sind die Ausbreitung der Kartoffelkrankheit (Phytophthora infestans) seit 1845 und eine damit verbundene Nahrungskrise 1846/47 in Deutschland weitgehend in Vergessenheit geraten. Mitte des 19. Jahrhunderts folgten ihnen Hunger, Tumulte und Auswanderung, aber auch gesteigerte Handelsaktivitäten, landwirtschaftliche Veränderungen und eine große gesellschaftliche Hilfsbereitschaft. Ansgar Schanbacher rekonstruiert diese beiden Ereignisse für das Gebiet der heutigen Bundesländer Niedersachsen und Bremen aus verschiedenen Blickwinkeln. So behandelt er die Wahrnehmung von Kartoffelkrankheit und Nahrungskrise durch die Zeitgenossen, die Reaktionen von Regierungen, Gemeinden und Betroffenen sowie den Umgang der Naturwissenschaft mit der neuen Herausforderung einer unbekannten Krankheit. Nordwestdeutschland zeigt sich dabei gut in europäische und globale Wissens- und Handelsnetzwerke integriert. Die Einzelstaaten agierten jedoch trotzdem weitgehend auf eigene Faust, um die Krise zu bewältigen und einen gesellschaftlichen Umsturz zu verhindern.

Pressestimmen

»lesenwerte und noch dazu lesbare Arbeit«
(Prof. Dr. Thomas Vogtherr, www.historische-kommission.niedersachsen.de, 06.06.2016)

»Trotz der Fülle des Materials und der komplexen Argumentation ist die Arbeit sehr lesbar, vielfach spannend geschrieben.«
(Bettina Schleier, Bremisches Jahrbuch, Bd. 95, 2016)

»Schanbacher hat sein Material gut aufbereitet und zu einer detailreichen und dennoch angenehm lesbaren Darstellung verarbeitet.«
(Stefan Brüdermann, www.sehepunkte.de, 15.05.2017)