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Erfahrungsbruch und Generationsbehauptung Benjamin Möckel

Erfahrungsbruch und Generationsbehauptung

Die ›Kriegsjugendgeneration‹ in den beiden deutschen Nachkriegsgesellschaften

Reihe: Göttinger Studien zur Generationsforschung. Veröffentlichungen des DFG-Graduiertenkollegs »Generationengeschichte« (hg. von Dirk Schumann)
Band 16

€ 39,90 (D) | € 41,10 (A)

445 S., 5 Abb., geb., Schutzumschlag
Format: 14,5 x 22,0
ISBN 978-3-8353-1581-5

Inhalt

Die »Kriegsjugendgeneration« in der BRD und der DDR: »skeptische Generation« versus »Aufbaugeneration«.

Ob Günter Grass, Martin Walser oder Jürgen Habermas: Die Jugendjahrgänge des Zweiten Weltkriegs bilden bis heute eine der politisch wirkmächtigsten Generationen der deutschen Nachkriegsgeschichte.
Folgt man der gängigen Interpretation, so war es vor allem die gemeinsame Erfahrung von Nationalsozialismus und Krieg, die das generationsstiftende Moment dieser Jahrgänge bildete. Durch die Erfahrung des Krieges desillusioniert, erschien diese Generation den politischen Neuanfang symbolisch zu repräsentieren.
Benjamin Möckel untersucht diese Zuschreibung erstmals anhand zeitgenössischer Tagebücher und anderer Selbstzeugnisse. Es zeigt sich, dass in den individuellen Erzählungen der Krieg nur selten als Generationserfahrung wahrgenommen wurde, und viele Protagonisten erst in der Nachkriegszeit die Vorstellung einer gemeinsamen Generationserfahrung zur Interpretation der eigenen Erinnerungen aufgriffen.

Pressestimmen

»Möckels Dissertation ist für die neue Generationsforschung von zentraler Bedeutung.«
(Lu Seegers, sehepunkte, 15.04.2016)