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Gedichte aus dem Nachlass Christine Lavant

Gedichte aus dem Nachlass

Hg. von Doris Moser und Fabjan Hafner unter Mitarbeit von Brigitte Strasser. Mit einem Nachwort von Doris Moser
Reihe: Christine Lavant: Werke in vier Bänden (i. A. des Robert-Musil-Instituts der Universität Klagenfurt und der Hans Schmid Privatstiftung hg. von Klaus Amann und Doris Moser)
Band 3

€ 38,80 (D) | € 39,90 (A)

654 S., geb., Schutzumschlag
Format: 12 x 19
ISBN 978-3-8353-1393-4

Inhalt

Fast 500, größtenteils unbekannte Gedichte von Christine Lavant. Eine unvergleichliche Entdeckung.

»Wer das, was er schreiben muss, zurückhält, ist vielleicht wie ein Weib, das seine Kinder vergräbt aus Angst, sie könnten dem lieben Nachbarn nicht gefallen«, stellte Christine Lavant fest. Die Kärntner Dichterin schrieb zeitlebens ca. 1.800 Gedichte. Nur gut ein Drittel davon hat Lavant auch veröffentlicht. Inhaltlich kühnere, formal riskantere Gedichte hielt sie zunächst zurück, und nach der Veröffentlichung ihres dritten großen Gedichtbandes »Der Pfauenschrei« (1962), als ihre dichterische Stimme nahezu verstummt war, wollte sie von Veröffentlichung nichts mehr wissen.
Viele Gedichte aus dem Nachlass zeigen ungeschützt und zugänglich, wo Lavants bildgewaltige Dichtung ihren Ausgang nimmt. Es ist eine Lyrik, von der Monika Rinck sagt, sie sei »die ungeheure Transformation von Schmerz und Leid in ein großes, kraftvolles und zuweilen immens komisches Werk«.
Der dritte Band der vierbändigen Werkausgabe enthält eine Auswahl aus den nachgelassenen Gedichten aus allen Schaffensperioden, darunter auch das lange Zeit verschollene, erst kürzlich wieder entdeckte Erstlingswerk »Die Nacht an den Tag«, das 1948 zwar gesetzt, aber nie gedruckt wurde. Drei Viertel der hier versammelten Gedichte sind Erstveröffentlichungen, die übrigen wurden zuvor in diversen Nachlasspublikationen publiziert.

Pressestimmen

»Ihr Eigensinn und ihre Singularität stellt sie in eine Reihe mit Sappho, Günderode, Droste und Lasker-Schüler.«
(Deutschlandradio Kultur, 23.04.2017)

»Jetzt muss die Lavant nur noch gelesen werden. Am besten von allen.«
(Insa Wilke, Süddeutsche Zeitung, 18.08.2017)

»Der editorisch erneut so wohlgelungene vorletzte Band der Werkausgabe könnte Christine Lavant gleichsam posthum entfesseln.«
(Wolfgang Albrecht, Informationsmittel (IFB), 25 (2017))

»viele große Gedichte, die sich hier finden lassen«
(Vincent Sauer, www.fixpoetry.com, 18.04.2017)

»Christine Lavants ›Gedichte aus dem Nachlass‹ sind ohne Zweifel eine Entdeckung für die Lyrik unserer Zeit.«
(Andreas Puff-Trojan, Ö1 Ex libris, 21.05.2017)

»die übergroße Mehrheit ist (...) großartig, einzigartig, solitär«
(Jan Kuhlbrodt, www.signaturen-magazin.de, 30.05.2017)

»Nun ist es der Verdienst des Wallstein-Verlags, dass Christine Lavant aus dem Vergessen geholt wird.«
(Petra Haase, Lübecker Nachrichten, 26.07.2017)

»wahrlich ein literarischer Schatz ohnegleichen«
(Passauer Neue Presse, 22.08.2017)

»für Lavant-Fans und LyrikliebhaberInnen, die sich vertieft mit ihrem Werk auseinandersetzen wollen (...) ein Muss«
(Sabine Reifenauer, Weiber Diwan, Sommer 2017)

»Die Gedichte sind voller Bildgewalt, führen mitten hinein in ein Leben voller Zweifel, innerer Spannungen und seelischer Leiden.«
(Reichenhaller Tagblatt, 18.09.2017)