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Niemand hat das letzte Wort

Niemand hat das letzte Wort

Sprache - Schrift - Orthographie

Hg. von Peter Eisenberg
Reihe: Valerio. Die Heftreihe der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung
Band 3/2006

€ 10,00 (D) | € 10,30 (A)

128 S., brosch.
Format: 12,3 x21 cm
ISBN 978-3-8353-0059-0

Inhalt

Es herrscht maßvoll zufriedene Einigkeit über die nun amtliche Neuregelung der Rechtschreibung. Dieser Konsens ist das Ergebnis einer Annäherung aus spannungsvollen Debatten. Valerio 3/2006 reflektiert Phasen und Standpunkte dieser kontroversen Arbeit.

Christian Meier und Klaus Reichert beleuchten die Position und die Motive der Deutschen Akademie in der konstruktiven Kritik an der Rechtschreibreform und beschreiben Möglichkeiten und Grenzen einer Mitwirkung der Akademie im Rat für Rechtschreibung.
— Hartmut von Hentig zeigt, daß die Reform ihr Ziel einer Vereinfachung der Rechtschreibung nicht erreichen konnte und warum dieses Ziel weder erreichbar noch erstrebenswert ist.
— Christian Stetter hebt die Bedeutung der Schrift für die Entwicklung der Sprache und der Sprachbefindlichkeit ihrer literalen Sprecher hervor.
— Clemens Knobloch untersucht die politische Konstellation und fragt nach der Vereinbarkeit vom politischen Eingriff in die Orthographie mit dem demokratischen Grundverständnis.
— Peter Eisenberg liefert einen kurzen Abriß der Geschichte der Neuregelung und zeigt, daß gerade die staatliche Gliederung des deutschen Sprachgebietes Voraussetzung für die Verselbständigung und schließlich auch für die Umsetzung der Reformdiskussion gewesen ist.

Weitere Autoren sind die Schriftsteller Gustav Seibt, Joachim Helfer und Michael Maar, der Übersetzer und Kritiker Joachim Kalka, der Germanist Gustav Korlén sowie die Linguisten Manfred Bierwisch, Horst Haider Munske, Harald Weinrich und Hans-Martin Gauger.

Die Reihe
»Valerio« ist eine neue Heftreihe der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung; die einzelnen Hefte werden - in unregelmäßiger Folge - zu aktuellen Themen Stellung nehmen. Dies können sprachliche, poetologische, ästhetische und übersetzerische Fragen sein, aber auch kulturpolitische Streitfragen sind denkbar. Jedes Heft hat einen eigenen Herausgeber aus den Reihen der Akademie, der das Konzept entwickelt und Autoren auswählt, die nicht unbedingt aus dem Kreis der Akademiemitglieder kommen müssen.

Link: Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt